

BEHANDLUNGSSCHWERPUNKTE
Psychische Erkrankungen zeigen sich nicht bei jedem Menschen gleich.In der Psychotherapie geht es darum, Ihre individuellen Beschwerden zu verstehen und gezielt zu behandeln.
ANGSTSTÖRUNGEN
Angst kann sehr unterschiedliche Formen annehmen. Manchmal ist sie diffus und schwer greifbar, manchmal sehr konkret – etwa als Angst vor Krankheit, Kontrollverlust oder davor, dass etwas Schlimmes passiert. Sie kann sich auch in starken körperlichen Reaktionen, Vermeidung oder zwanghaftem Verhalten zeigen.
In der Therapie geht es darum, die individuellen Angstkreisläufe zu verstehen und Schritt für Schritt wieder mehr Freiheit zu gewinnen. Dabei arbeite ich gerne mit Expositionsverfahren und anderen verhaltenstherapeutischen Methoden. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung: Ich kann Angst aushalten, ich kann handeln – und ich bin ihr nicht ausgeliefert.
DEPRESSIVE ERKRANKUNGEN
Nicht jede Depression sieht gleich aus. Sie kann sich im emotionalen Erleben zeigen, die Art zu denken verändern oder sehr körperlich spürbar werden. Manchmal leidet die Arbeitsfähigkeit deutlich, während bei anderen nach außen lange vieles funktioniert und die Kraft erst im Alltag, in Beziehungen oder in der eigenen Lebensgestaltung fehlt.
In der Therapie geht es zunächst darum, Entlastung zu schaffen und wieder mehr Handlungsspielraum, Lebensqualität und Selbstwirksamkeit zu gewinnen. Wenn depressive Beschwerden mit wiederkehrenden emotionalen oder biografisch geprägten Mustern verbunden sind, schauen wir gemeinsam tiefer. Hier fließen insbesondere schematherapeutische Ansätze in meine Arbeit ein.
TRAUMA & TRAUMAFOLGESTÖRUNGEN
Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung kann sich Vergangenes immer wieder so anfühlen, als wäre es noch Gegenwart. Erinnerungen oder bestimmte Auslöser können Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein erneut aktivieren. Die damit verbundene Vermeidung, das Gefühl von Kontrollverlust oder ein inneres Erstarren können den Alltag, Beziehungen und das eigene Sicherheitsgefühl erheblich beeinträchtigen.
In der Therapie geht es darum, das Erlebte so zu verarbeiten, dass es zunehmend seinen Platz in der Vergangenheit finden kann. Was geschehen ist, lässt sich nicht ungeschehen machen. Aber es kann wieder möglich werden, sich im Hier und Jetzt sicherer und handlungsfähiger zu erleben und den Blick in die Zukunft zu richten.
PERSÖNLICHKEITSSTÖRUNGEN & BEZIEHUNGSMUSTER
Manche Schwierigkeiten zeigen sich immer wieder – in Partnerschaften, Freundschaften, der Familie oder im beruflichen Umfeld. Obwohl Situationen und Menschen wechseln, wiederholen sich ähnliche Konflikte und häufig auch ein vertrautes inneres Erleben. Sind solche Muster tief verankert, können sie Beziehungen, das eigene Selbstbild und die gesamte Lebensgestaltung erheblich beeinflussen und mit hohem Leidensdruck verbunden sein.
Dahinter stehen häufig grundlegende Annahmen darüber, wie wir uns selbst, andere und Beziehungen wahrnehmen und bewerten. Daraus können Verhaltensmuster und Coping-Strategien entstehen, die sich immer wiederholen.
In der Therapie machen wir diese Muster gemeinsam sichtbar und verständlich. Gerade die therapeutische Beziehung bietet dabei die Möglichkeit, vertraute Reaktionen und Erwartungen unmittelbar zu erkennen, zu reflektieren und neue Beziehungserfahrungen zu machen.
ADHS IM ERWACHSENENALTER - DIAGNOSTIK & PSYCHOTHERAPIE
ADHS ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die Menschen von Kindheit an begleitet. Schwierigkeiten entstehen häufig dort, wo die eigene Art wahrzunehmen, Aufmerksamkeit zu steuern oder Aktivität zu regulieren auf Anforderungen eines Alltags trifft, der viel Struktur, Organisation und anhaltende Konzentration verlangt.
Viele Erwachsene mit ADHS haben zudem über Jahre erlebt, mit ihrer Art zu funktionieren anzuecken oder trotz großer Anstrengung Erwartungen nicht zu erfüllen. Das kann das Selbstbild prägen und langfristig zu erheblichem Leidensdruck und weiteren psychischen Beschwerden beitragen.
In Diagnostik und Psychotherapie geht es mir deshalb darum, ADHS und seine individuellen Auswirkungen wirklich zu verstehen: Wo entstehen Schwierigkeiten, welche Strategien helfen – und wie kann ein Alltag entstehen, der besser zur eigenen Funktionsweise passt?
PSYCHOSOMATISCHE & KOMPLEXE BESCHWERDEN
Körper und Psyche sind keine voneinander getrennten Systeme – sie beeinflussen sich jeden Tag gegenseitig. Körperliche Beschwerden wirken auf unser psychisches Befinden, gleichzeitig können Stress, Emotionen und psychische Belastungen körperliche Symptome verstärken. Besonders bei langanhaltenden oder komplexen Beschwerden ist dieser Zusammenhang häufig nicht auf den ersten Blick erkennbar.
In der Therapie betrachten wir deshalb das Zusammenspiel verschiedener Faktoren und suchen gemeinsam nach Zusammenhängen. Gerade bei chronischen Schmerzen und anderen psychosomatischen Beschwerden geht es darum, den eigenen Körper und seine Reaktionen besser zu verstehen und Möglichkeiten zu entwickeln, wieder mehr Einfluss auf das eigene Befinden und die Lebensqualität zu gewinnen.

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